Verordnungen

Aus meiner Coaching – Sicht sind die meisten „Verordnungen“ zum Scheitern verurteilt.

Wenn ein „Experte“ Dir erzählt, was Du tun sollst, dann wirst Du möglicherweise denken, „ja das wäre schon gut“, oder „völlig abgehoben, solche Expertenratschläge“ oder „dafür hab ich keine Zeit“.
Du wirst wahrscheinlich nichts davon umsetzen.

Und das ist vollkommen normal und richtig. Du sollst nämlich nur das tun, wohinter du wirklich stehst!

Verordnungen müssen durch Fragen ersetzt werden wie:

Was steht dem im Wege, dass du xy erreichst?
Was möchtest Du tun, um das zu erreichen?
Was musst Du dazu vorbereiten?
Welches Mindset wäre hilfreich, um das zu erreichen?
Was wäre anders an Dir, wenn Du es schon erreicht hättest, usw…

Mentoring oder Counselling durch Experten können große Verbesserungen in Wissensfeldern bringen – zum Beispiel in rechtlichen, technischen, schulischen oder ähnlichen Fragen. Bei der Lebensführung allerdings geht es immer darum, dass der Mensch erkennt, was er selbst eigentlich will, und ob er das WIRKLICH will, und nicht darum, was ein Experte rät.
Meist sind die eigenen Träume und Wünsche von Glaubenssätzen verstellt, wie “ die guten Männer sind längst vergeben“, „Geld verdirbt den Charakter“, Wenn du Kunst machen willst, dann landest du in der Gosse“ usw.

Solche Glaubenssätze lassen sich durch Coaching identifizieren und auflösen oder durch hilfreichere Glaubenssäze ersetzen.

Falls Du schon länger an einem Thema rumkaust, ohne zu nennenswerten Veränderungen zu gelangen, dann buche ein Coaching bei mir, und wir gehen Deinen Glaubenssätzen auf die Spur.
Schreibe mir unter karmen@Jurela.de

*****
Dieser Artikel erschien zuerst auf meinem Blog ichkreierealsobinich.com !
Besuche mich auch dort und abonniere meinen täglichen Artikel über Kreativität, Selbstliebe und Selbstentfaltung!

Fantastische Rezension für mein Buch Rauschliebe

Mein Buch Rauschliebe hat eine neue sensationelle Rezension auf Amazon und Lovelybooks erhalten.

Ich freue mich von Herzen, dass das Buch nun eine größer werdende Leserschaft erreicht.
Co-Abhängigkeit ist immer noch für viele noch ein unbekannter Begriff, obwohl jeder betroffene Menschen kennt.

Man kann fast sagen, dass jeder Mensch im Laufe seines Lebens Co-Abhängigkeit erfährt und lebt, zumal die Sucht des Gegenübers nicht unbedingt Alkoholismus sein muss.

Je mehr wir darüber wissen, umso besser!
Hier ist die MoMes Rezension:

Kurzmeinung: Alkoholismus und die damit zusammenhängende Co-Abhängigkeit wird leider viel zu wenig thematisiert. Hier ist gut und verständlich umgesetzt.

Wertungsfreie und gut beschriebene Gefahr der Co-Abhängigkeit.

Anfänglich hatte ich so meine Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Die Art des Schreibens war unerwartet und eher wie ein innerer Monolog aufgebaut. Stella, die Hauptfigur in diesem sehr aufwühlenden und packenden Suchtdrama erzählte mir ihren Leidensweg mit der Liebe ihres Lebens, Pavlos. Dabei gab es so gut wie nie wörtliche Rede und auch keinerlei Kapitel. Es fühlte sich so an, als würde ich neben Stella auf dem Sofa mit einem Glas Wasser in der Hand sitzen und mir ihre Geschichte anhören. Als passive Zuhörerin.
So dauerte es eine Weile bis ich angekommen war, ihren Erzählungen und auch bis ich für mich herausfand, wann es sinnvoll war, eine Lesepause einzulegen. Denn die brauchte ich öfters, weil mich diese Schilderungen sehr mitnahmen.

Zu Beginn führte mich Stella weit in ihre Kindheit und Jugend zurück und beschrieb ihr Leben als Tochter einer kroatischen Familie in Deutschland. Als „zweite Generation“ von Gastarbeitern also und verwob neben politischen Ereignissen auch gleich noch das Lokalkolorit jener Tage mit in die Erzählungen. So bekam ich ein gutes Bild von ihr und Stella war eine Figur, der ich Sympathien entgegenbrachte und deren Gefühle durchweg spürbar, greifbar und unglaublich berührend gewesen waren.

Stück für Stück entblätterte Stella wie grauenvoll eine Co-Abhängigkeit ist. Wie sie unbewusst Pavlos Alkoholsucht durch ihr Handeln zusätzlich aufputschte und selber unten den Auswirkungen dieser fatalen Krankheit anfing massiv seelisch und körperlich darunter zu leiden. Und beim Lesen wurde ganz klar, auch Stellas Verhalten enthielt Sucht-Aspekte. Denn sie konnte und wollte Pavlos nicht aufgeben. Ständig rechtfertigte sie sein Benehmen, das in einer Abwärtsspirale immer drastischer, brutaler und würdeloser wurde. Gleichzeitig ging es ihr immer schlechter und ich war fassungslos. Klar gab es die Momente, in denen ich einfach nur den Kopf schütteln musste, wenn sie wieder ganz verbissen darauf beharrte die Liebe ihres Lebens nicht im Stich zu lassen. Gleichzeitig war aber auch spürbar, dass wir Außenstehenden leicht reden haben. Wir können uns nicht einmal annähernd vorstellen, wie grausam diese Situation für die Betroffenen ist. Und warum sie immer tiefer und tiefer in diesen Strudel der Abhängigkeit hineingesogen werden.

Beeindruckend war für mich die Umsetzung des Themas. Nie hatte ich den Eindruck eine sachliche Abhandlung zu lesen oder mit wissenschaftlichen Erläuterungen gefüttert zu werden. Sondern ich nahm die Geschichte eher wie einen Tatsachenbericht wahr und ja, hier wurde nicht einfach was fiktional zusammengeschustert, sondern hier war echte Not und Leid enthalten. Stella selbst wurde nie anklagend, sondern zeigte ohne anklagende Wertung auf, dass Alkoholmissbrauch und Co-Abhängigkeit jeden treffen kann. Ob Akademiker, Mittelschicht oder die ganz armen Menschen, die Krankheit und seine hässlichen Konsequenzen scheren sich nicht um irgendwelche Titel oder Namen.

Mich hatte diese Geschichte nachdenklich und auch traurig gestimmt. Es war berührend zu lesen und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Betroffene sich hier wiedererkennen und sogar für sich Erkenntnisse daraus gewinnen könnten.

Fazit:
Alkoholismus und die damit zusammenhängende Co-Abhängigkeit wird leider viel zu wenig thematisiert. Hier in diesem Buch wurde sie in Romanform lebendig aufgefächert, erklärt und vorurteilsfrei mit ganz vielen Emotionen an mich transportiert. Mitreißend, erschreckend und doch so wichtig es zu lesen.

Was ist eigentlich Co-Abhängigkeit?

Es gibt so viele Bücher, Talks und Papers über Co-Abhängigkeit, dass man leicht den Überblick verlieren kann, zumal es keine allgemeingültige Definition dazu gibt.
Wahrscheinlich ist allgemein bekannt, dass Co-Abhängigkeit irgendwie in Familien und Beziehungen vorkommt, in denen ein Mitglied suchtkrank ist.
Sehr häufig wird in den Medien Folgendes als Haupt-Merkmal für Co-Abhängigkeit angeführt:

Co-Abhängige fühlen sich nur stark, wenn der Abhängige schwach ist und bleibt. Sie ziehen ihr Selbstwertgefühl daraus, dass sie jemand schwächeren, den süchtigen Partner, Elternteil oder Kind pflegen, aufwerten, und wieder und wieder vor dem Abgrund bewahren.
Der Co-Abhängige ist also in dieser Definition abhängig von der Schwäche des Süchtigen.

Ich teile diese Meinung nicht.

Wir Menschen sind süchtig nach dem Bekannten, Familiären.
Das betrifft uns alle, nicht nur in suchtkranken Beziehungen.
Wir verlieben uns in Menschen, die sich so verhalten, wie wir „Liebe“ in der Kindheit gelernt haben, in den ersten Jahren unseres Lebens.
Deshalb beginnt Liebe oftmals überschwänglich, und wird dann langsam düsterer, aber das is nur eine von vielen möglichen Erscheinungsformen.

Manche Menschen sind nach der Prägung in ihrer Kindheit süchtig danach, schlecht behandelt zu werden. Kinder von Alkoholikern werden korrellierend als Erwachsene auch eher Beziehungen mit süchtigen Partnern eingehen.

Dazu prägt unsere Kultur, dass es normal ist, wenn es in der Liebe wehtut. Und erst wenn es wehtut, ist es wirklich Liebe. Diese Interpretation ist extrem destruktiv, und bei der flächendeckenden Verbreitung von Alkoholismus recht einfach einzusehen, dass das alle Generationen und die gesamte Gesellschaft betrifft.

Unglaublich viele Songtexte und Literatur beschreiben genau diese Obsessivität als Verliebtheit, oder gar Liebe: „Ohne dich bin ich nichts, I´m a creep“, ich bring mich oder dich um, wenn ich dich nicht haben kann, du bist mein alles, ohne dich bin ich nichts.
Das ist unsere Dauerbeschallung — Werther, Ophelia, Gretchen, Every Breath you take, usw usf.

Also — das was wir kennen, danach werden wir süchtig. Co-Abhängigkeit wird uns schon seit klein auf vorgelebt, wenn wir die Schotten etwas öffnen und die Co-Abhängigkeit als ein Phänomen sehen, das nicht nur in einer Partnerschaft zweier Erwachsener gedeiht. Wenn das, wonach wir dürsten und was wir für Liebe halten, uns dazu bringt, Dinge zu tun, die wir eigentlich nicht tun würden; allem voran zu lügen.
Lüge, Vertuschung, Verleugnung sind be Co-Abhängigkeit IMMER dabei, sich an der Schwäche eines Nahestehenden Menschen aufzuwerten nur manchmal.

Eine co-abhängige Person kann nach vielen Dingen süchtig sein, die eben nicht die Schwachheit des suchtkranken Angehörigen ist, wie zum Beispiel

nach Harmonie,
nach „Liebe“, sei sie auch noch so fragwürdig,
nach dem Aufrechterhalten der eigenen Illusionen,
nach dem Erfolg, es doch mit dem Partner geschafft zu haben,
nach Anerkennung des Partners oder der Umwelt,
nach dem Gefühl, wenn alle dagegen sind, dennoch zu seiner Beziehung zu stehen,
nach der Erfüllung der eigenen Zukunftspläne,
nach Sex,
nach den gemeinsamen schönen Zeiten
usw. usf….

Ich denke, die Liste kann unendlich fortgeführt werden. Selbst, wenn der Partner — aus welchen Gründen auch immer — nicht mehr ist, können diese Mechanismen erneut zuschnappen und die nächste Beziehung verläuft ähnlich.
Am nicht Hinsehen wollen, seine Grenzen immer niedriger setzen , an fortgesetzter Selbsttäuschung und an den Lügen können wir Co-Abhängigkeit erkennen.

Die kürzeste Beschreibung ist:


Süchtiges und co-abhängiges Verhalten ist alles das,
wofür du versucht bist zu lügen.

*****
Dieser Artikel erschien original am 16.04.2020 auf meinem Blog www.ichkreierealsobinich.com

Energetischer Austausch mit drei Menschen, oder Äpfel und Birnen / Energetic Exchange with three People or Apples and Pears

For English version please scroll down.

Ich spüre einen inneren Drang, wärend der Corona Krise meine Coaching-skills drei Menschen zur Verfügung zu stellen, die meine Leistungen nicht mit Geld bezahlen, sondern mit ihren eigenen skills.
Während dieser Zeit haben wir fast alle finanzielle Einbußen zu erwarten, und deshalb möchte ich einen energetischen Austausch anbieten.
Für beispielsweise 6 Coaching-Sessions möchte ich 6 Einheiten Deiner Berufstätigkeit.

Ich suche dafür Klient*innen, die mir ihre Leistungen in folgenden Bereichen anbieten können:

* SEO
* PR für mein Buch
* Personal Yogatraining o. ä.

* oder eine Leistung, von der ich bisher noch gar nicht weiß, dass ich sie benötige.

Wenn Du Dich berufen fühlst, dann schreib mir an karmen@jurela.de !

*****

Energetic Exchange with three People or Apples and Pears

I feel an inner urge to provide my coaching skills to three people during the Corona crisis who will not pay my services with money but with their own skills.
During this time, almost all of us are expecting financial losses, so I am offering you an energetic exchange.
For example, for 6 of my coaching sessions you give me 6 units of your professional skills.

I am looking for clients who can offer me their services in the following areas:

* SEO
* PR for my book
* Personal Yoga Training or similar

* …or a skill that I don’t know yet that I really need.

If you feel the call please write me at karmen@jurela.de !

Klappentext Doppelleben

Hier kommen eine kurze und eine Langversion des Klappentextes meines in wenigen Wochen erscheinenden Romans Doppelleben:

A) Klappentext kurz

Die Liebesgeschichte zweier rebellischer Jugendlicher, die in der schwäbischen Provinz der 1990er Jahre unerfüllt versiegt. 20 Jahre später kommen sie im krisengebeutelten Berlin als erfolgreiche Mediziner wieder zusammen. Doch das Revival der alten Jugendliebe eskaliert unerwartet zu einem Höllentrip aus Alkoholsucht, Co-Abhängigkeit, Obsession und Gewalt.

Schaffen sie es, am absoluten Tiefpunkt angekommen, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben?

„Klappentext Doppelleben“ weiterlesen

Kreativität

Kreativität

Neulich traf ich eine liebe Freundin aus Studienzeiten zufällig auf der Straße und wir hatten beide Zeit und Lust auf ein-zwei Kaffee in der Sonne.

Wir tauschten uns aus und hatten zusammen viel Spass. Nebenbei sagte sie einen Satz, der mir später noch lange nachhing. Sie sagte von sich „Ich bin ja nicht so kreativ“.

Ich selbst habe einen vollkommen gegensätzlichen Eindruck von ihr. Ich finde sie überaus kreativ und ideenreich.

Sie ist supersexy, brilliant und schnell im Denken, Mutter, Natuliebhaberin, Schreibende, Feministin und beruflich damit engagiert, ein sozialeres Miteinander in Deutschland zu kreieren. … und das sind nur die ganz offensichtlichen Merkmale.

WTH, dachte ich, und denke es immer noch… Wie kann es sein, dass eine multibegabte Frau mit Lebenserfahrung von sich meint, nicht wirklich kreativ zu sein?

Ich schätze, viele Menschen denken das von sich. Ein Grund dafür könnte sein, dass wir zuallererst Musik und Kunst mit Kreativität verbinden, und dann müssen wir schon grübeln, was da noch dazu zählt.

Doch daran festzukleben ist erstens unwahr und zweitens – obsolet.

Jede Geste, jedes Wort, jeder Moment ist durch unsere Schöpferkraft geprägt. Kreativität ist Teil unseres Menschseins, ganz egal, was uns von außen eingetrichtert oder wie wir konditioniert wurden.

Deine ganz alltägliche Kreativität ist es, die Dich am Laufen hält, lässt Dich bessere Tage herbeisehnen, eine bessere Zukunft, ein lebenswürdigeres Leben herbeiphantasieren.

…UND DANN … MACHST DU ES!

Ursprünglich erschienen auf ichkreierealsobinich.com